Ökumenisches Heiligenlexikon

Jakob I. von Toul

französischer Name: Jacques

1 Gedenktag katholisch: 23. Juni

Name bedeutet: der Nachgeborene oder: Gott schützt (hebr.)

Bischof von Toul
in Tullum Leucorum, heute Toul in Frankreich
767 (?) in Dijon in Frankreich


Jakob, der aus adeligem Geschlecht stammte, wurde Abt des Klosters der Benediktiner in Hornbach in der Pfalz. 756 wurde er Bischof von Toul, als der er weiterhin sehr asketisch lebte. 757 nahm er an der durch König Pippin dem Jüngeren nach Compiègne einberufenen SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. teil. König Pippin schenkte ihm das Kloster an der Kathedrale in Saint-Dié und berief ihn 765 auch zur Synode in Attigny. Nachdem Jakob eine Reise nach Rom unternommen hatte, kam er auf dem Rückweg ins damalige Kloster Saint-Bénigne, das damals noch nahe der Burg - des späteren Herzogspalasts - in Dijon lag, wo er krank wurde und starb.

Zusammen mit Jakob wird gelegentlich auch seine als Jungfrau lebende Schwester Liliosa verehrt. Sie schenkte dem Kloster Saint-Bénigne, das damals noch nahe der Burg - des späteren Herzogspalasts - in Dijon lag ein Landgut, auf dem dann das neue Kloster mit der Benignus geweihten Kirche - die heutige Kathedrale - erbaut wurde. In dieser Kirche wurde Jakob. Später wurden seine Gebeine nach Toul übertragen.

Das neue Kloster Saint-Benigne in Dijon wurde 1791 in der Französischen Revolution aufgehoben, seine Kirche wurde 1792 als Kathedrale geweiht; erhaltene Klostergebäude beherbergen seit 1930 das Archäologische Museum der Stadt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.02.2025

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Jacob_de_Toul - abgerufen am 24.02.2025
• Acta Sanctorum zum Tage

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.